dubistimmernoch …

von goldmaedel

… aufdersuchenachdirselbst.

Nun bin ich also ein Mensch, der sich selbst verloren hat. Mehere Leute haben mir geschrieben und gefragt, wie es sich anfühlt, darüber zu reden was war und ist. Es ist nicht leicht, es ist nicht leicht, die richtigen Worte zu finden und dennoch schwer ist es nicht, alles aus dem Herzen, aus der Seele zu kopieren und hier einzufügen. Ich habe lange gebraucht, um zu begreifen, das man darüber reden muss. Das man lernen muss, das, was einen zerstört, preiszugeben. Das man sich seine größte Schwäche eingestehen muss. Das man seine größte Schwachstelle preisgeben muss.
Meine größte Schwachstelle ist das Loch in meinem Herzen. Liebeskummer. Ich denke, jeder weiß, wie sich das anfühlt. Ich habe jahrelang versucht, es mit Hass zu stopfen. Es mit neuer Liebe zu übermalen. Und es hat nicht funktioniert. Es hat nicht mal annähernd funktioniert. Nein, es ist nicht leicht, Worte zu finden. Vor einem Fremden zu sitzen und ihm zu erklären, warum man hier sitzt, ist schwer. Es ist genauso, wie zu sagen, das ein Mensch, den man geliebt hat, tot ist. Es will nicht gesagt werden. Es schlummert in dir. Und irgendwann, wenn du aufwachst, wenn du weißt, das du etwas tun musst, um nicht unterzugehen, dann will es hinaus.

Ja, ich wurde gedemütigt. Ja, ich wurde geschlagen. Ja, ich habe den Tod gefühlt.
JA, ich habe geweint. JA, ich habe mich nach dem Tod gesehnt.
Und ja, ich lebe immernoch.
Und meine Suche hat gerade erst angefangen.

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