goldmädchen

der liebe gewidmet, weil es ohne sie nicht geht

Geschützt: don’t you (forget about me)

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Geschützt: all in

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Geschützt: bonfire heart

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jetzt

zeit rinnt, zeit rinnt durch meine finger,

es tut gut, diese stadt tut mir gut,

du tust mir gut, jeder tag tut mir gut,

rauschendes fieber, unfassbares glück,

alles fühlt sich so gut an,

es ist gut, endlich

 

„and i’m feeling good“

Cirque du Soleil

Faszination Zirkus – Menschen fühlen sich schon immer von surrealen Dingen angezogen.
Ein Ort, an dem die Realität im wahrsten Sinne des Wortes Kopf steht.

Eine Flucht aus dem langweiligen Leben, aus dem Alltag. Vielleicht liegt es daran, dass wir alle uns mehr wünschen. Drama, Streit, Emotionen, nur um dann wieder befreit zu werden und zurück in unsere Sicherheit zu kommen.

Das ist Zirkus – ein Ort der Emotionen und des Vergessens zugleich. Nach der Vorstellung gehen alle noch mit ein bisschen Sand der Manege nach Hause, nehmen dieses Surreale mit in ihr tägliches Leben, bis es verblasst.
Was wäre wenn? Kino ist der moderne Zirkus – ein Ort, um alles Andere auszuschließen. Wenn der Saal dunkel wird und wir abtauchen, ist unser Alltag weit entfernt.

Schlimmer ist das auftauchen, das nach Luft ringen und ankommen in der Wirklichkeit. Gute Filme lassen uns nicht vergessen, wer wir sind – sie lassen uns mit jeder Faser unser Körper danach sehnen, was wir sein wollen.

All die Emotionen, die wir im Alltag nicht ausleben wollen und vielleicht auch können, ein Leben am Limit, ohne Sicherheit, voller Drama bleiben uns im Surrealen, abseits der Realität. Genießen wir es.
Genießen wir es für flüchtige Momente, die wie Sand durch unsere Finger laufen, Teil von etwas zu sein, was wir im echten Leben nie besitzen könnten.

hi,

du wirst das hier wahrscheinlich nie lesen, aber das macht keinen unterschied, das ist nich schlimm, denn ich schreib dies hier für mich, nich für dich, sondern für die vorstellung, wie es wär, dir dies hier zu sagen. für die vorstellung, wie es wär, wenn ich es dir sagen könnte, wenn ich vor dir stehen würde und es laut und mit fester stimme sagen könnte. ich schließ die augen und stell mir vor, du hörst mir zu, aufmerksam, lauscht jedem wort und wartest am ende noch ein paar sekunden, ein paar sekunden bis meine worte verklungen sind, weil du sie wertschätzt und nicht sofort wieder ablegst, als wären sie etwas ekliges und furchtbares, das du aus deiner welt vertreiben müsstest, hinter meinen geschlossen augen hüllen sie dich ein wie einen mantel und du gehst mit ihnen, sie begleiten dich, lassen dich denken, fühlen, berühren dich, lassen dich weinen, schreien – sind dir ganz nah.

ganz nah – das wollte ich dir immer sein, auf irgendeine weise, nein nicht auf irgendeine, auf eine liebevolle und geborgene art und weise. ich habe mir immer zuneigung und befürwortung, ja stolz von dir gewünscht, habe jeden tag darauf gehofft, habe jeden tag gewartet, habe mir immer gesagt ‘morgen’ und dabei gedacht, wenn ich es immer und immer wieder sage, wird es irgendwann stimmen und in erfüllung gehen, irgendwann wird morgen besser sein und du würdest mir zum ersten mal in meinem leben sagen, dass du mich liebst.

das ist bis heute nicht geschehen, ich glaube du hast in meiner nähe noch nie die wörter ich, du und liebe in einem satz gebracht.

ich bin jetzt 17 jahre alt, 17 jahre auf der welt, 17 jahre lang dir zumindest auf einer landkarte ganz nah, aber im kopf könnten wir nich weiter voneinander entfernt sein. weißt du, ich liebe dich und ich weiß auch, dass du mich liebst. ich weiß es einfach, ich muss es wissen, denn ohne dieses wissen könnte ich nicht leben, würde mein leben nicht funktionieren. wie sollte es, wenn ich 12 jahre lang in dem glauben gelebt habe, du liebst mich nicht, als du mir jeden tag gesagt hast, dass dein leben ohne mich besser wäre, dass ich dich 12 jahre lang so geliebt habe, dass ich mich selbst umgebracht habe, für und mit dem gedanken, dass du mich dann lieben wirst? dass du dann zum ersten mal in meinem leben stolz auf mich wärst, das habe ich gedacht, als ich mir die puladern zerschnitten habe. die narben trage ich bis heute auf meiner haut, ich sehe sie jeden tag und sie erinnern mich daran, dass ich etwas kann, was du niemals konntest – ich kann meine liebe zeigen, spüren, beweisen, ich ging für dich in den tod und noch weiter, aus liebe, aus nichts als liebe.

ich wollte damals nicht zurückkehren, ich war schon weit entfernt von dieser welt und ich war glücklich, ich bin mit einem lächeln auf den lippen gestorben, so schrecklich habe ich dich geliebt und mich nach deinem ansehen und deiner liebe gesehnt, doch sie haben mich zurückkehren lassen, haben mir wieder leben in den körper, in den kopf gespült, pures leben. vielleicht sind die narben auf meiner haut verheilt, aber die in mir nicht. du hast damals kein wort gesagt, wolltest nicht glauben, dass ich mich wegen dir umgebracht habe. ich habe noch nicht die zeit gefunden, zeit von der heißt, sie heile wunden, wie sollte ich auch? ich baue mir mauern aus papier und luft, du reißt sie ein, als wäre da nichts, du bist jemand, der mir so nah kommt wie sonst niemand, der mir weh tun kann, wie sonst niemand, der mich zerstört hat und nicht wieder aufgebaut hat.

ich gebe dir keine schuld, ich kann es nicht, weißt du, ich bin hier und liebe dich, ich liebe dich mit all deinen fehlern, mit der vergangenheit, mit der gegenwart und der zukunft, du bist meine mutter, du wirst es immer sein.

der grund für meine vorsichtig gewählten worte ist, dass meine kindheit bald vorbei ist, ja eigentlich schon längst vorbei ist – ich werde nie über meine kindheit sagen können, dass ich genug zuneigung und aufmerksamkeit bekommen habe, um ein glückliches kind zu sein, dass ich jemals vollständig glücklich war, bis in den letzen zipfel meines herzen, so wie es kinder nunmal sind, dass ich eine intakte familie hatte, eine familie, die mir kraft und mut gegeben hat

ich weine, während ich diese worte schreibe, ich hoffe, die tränen spülen alles fort, waschen meine wunden aus, tragen die erinnerungen fort, lassen alles leer zurück, denn jede leere ist besser, als die, die nun in mir herrscht, denn meine hoffnung ist fort, man hat mir meine hoffnung genommen

meine kindheit ist vorbei, meine sehnsucht auf liebe, stolz und zuneigung von dir, er wurde nie erfüllt, meine kindheit ist vorbei, ich werde nie in meiner kindheit eine liebevolle mutter gehabt haben, ich werde nie ein normales kind gewesen sein, ein kind mit vielen träumen, denn ich hatte immer nur einen:

du, du als liebevolle mutter, die mich liebt, mehr als alles andere auf dieser welt, die mich unterstützt, die mich über wasser hält, die will, dass ich glücklich bin, dass ich meinen eigenen weg finde, die mir das zuhause gibt, das jeder mensch braucht, egal wie alt

ich frage dich, mama – hast du dir das nie gewünscht?

hinter meinen geschlossenen augen ziehst du nun meinen wortmantel aus, streifst ihn ab, schaust mich verächtlich an, ich zucke zusammen, ich habe es erwartet und es kam doch ganz unerwartet und ich reiße die augen auf, atme tief ein, lasse die luft in meiner lunge brennen, es wie als sie mich zurückgeholt haben, ich war weit weg von dieser welt, dass licht ist zu stark, genau wie die realität, sie ist zu stark und ich bin zu schwach, ich kann sie nicht ertragen, ich will sie verdrängen, doch wie verdrängt man etwas, dass das eigene leben bestimmt?

in dieser realität muss ich lernen, meine wunden zu verschließen, sie wurden durch die hoffnung offen gehalten, dass du kommst und sie schließt, sanft, liebevoll, voll und ganz, keine narben wären geblieben

aber du kommst nicht mehr, nie mehr. es ist, als ob ich einen tacker nehme und das tue, was du mit dünnen fäden getan hättest. ich schließe meine wunden, ich gebe meinen traum auf, ich gebe alle meine träume auf, die nur von dir gehandelt haben.

aber weißt du was? da ist ein neuer traum, ein traum hinter all den tränen, die alte hoffnung neu verpackt – du und ich auf einer augenhöhe, du und ich als mutter und tochter, du, du sagst, du bist stolz auf mich, auf deine eigene tochter, die du liebst

und ich hoffe so sehr, vom ganzen herzen, mit jeder faser meinen körpers, dass dieser traum sich wie ein tuch um dich legt, dass du immer bei dir trägst. ein dünnes, fast durchsichtiges tuch, dass dich einhüllt, dein herz erwärmt, bis das eis schmilzt, bis deine mauern bröckeln, bis du erkennst, dass du mich liebst, dass du diese liebe zeigen musst, der ganzen welt, dass du stolz darauf sein kannst, mich zu lieben, dass diese liebe es verdient hätte, in die welt hinausgeschrien zu werden

aber das erwarte ich nicht, ich erwarte nichts, nichts von dir, denn ich liebe dich einfach, ich wünsch es mir nur sehr, ein kleines, geflüstertes ich liebe dich, ein mal schweben, ein mal vollständig glücklich sein, ein mal ewigkeit

nicht vergeben, nicht vergessen

sie sitzt auf dem bett und schaut aus dem fenster, es ist noch nicht spät, die sonne scheint, sie fragt sich, wie viele menschen in diesem moment glücklich sind.

und sie denkt an ihn, während sie ohne sich zu bewegen aus dem fenster starrt, denkt an das monster, zu dem er geworden ist. sie fragt sich, was sie falsch gemacht hat und ballt im nächsten moment wütend die faust.
die vielen vorwürfe, die sie sich selber in den letzten tagen gemacht hat, verschwinden nicht aus ihrem kopf, finden keinen ausgang, werden nie einen finden.
sie sagt sich, sie solle nicht den mut verlieren, aufstehen, etwas tun, sich bewegen. versucht sich zu sagen, dass sie sich immer noch traut zu leben, auch auf die gefahr hin, fehler zu machen.
sie denkt daran, wie er als kleines kind über den rasen getobt ist auf den sie nun schaut, fragt sich, wie oft er hingefallen ist und sie ihn getröstet hat.
sie fragt sich, ob sie überheblich ist, wenn sie sagt, dass sie ihm doch alles gegeben hat. wenn sie versucht, sich selber vor ihren eigenen vorwürfen zu verteidigen, fallen wörter wie liebe und geborgenheit.
wenn sie die augen schließt, ist alles noch unerträglicher. dann hört sie nur noch ihre gedanken, sieht nichts mehr, was sie ablenkt. sie hat die letzten nächte nicht geschlafen.
und sie fragt sich wieder, ob es ihre schuld war, fragt sich ob sie eine strafe verdient hat. sie will sich selber schlagen, doch ist zu schwach, um die hand gegen sich selbst zu erheben. stattdessen fängt sie an zu weinen, mehr ein wimmern, das durch den raum hallt und schnell verklingt.
sie sinkt auf dem bett in sich zusammen, macht sich so klein wie möglich.
und gleich darauf versucht sie sich wieder zu fassen, auch wenn es nur ein klarer gedanke ist. sie herrscht sich an, sie kämpft und richtet sich langsam wieder auf, streicht ihre bluse wieder glatt.

ihr mann wird bald von der arbeit kommen, sie werden sich wieder anschweigen, wie die letzten 86 stunden, sie hat sie oft gezählt.
die letzten 86 stunden, seitdem sie erfahren haben, dass ihr sohn ein kind getötet und missbraucht hat.

i love u, oh yes, i do

wenn mich irgendwer fragen würde, wie oft ich an dich denke, würde ich wahrscheinlich gerade an dich denken. an augenblicke mit dir, die ich so festhalte und nah an mich heranlasse, wie sonst nur dich.
manchmal seh ich dich nicht sondern fühle dich, weiß, wie sich deine haut anfühlt, an jeder stelle deines körpers, spüre jede kleine mulde, nur in meiner erinnerung.

wenn mich irgendwer fragen würde, wie sehr ich dich liebe, könnte ich ihm keine antwort geben.
wie sollte ich auch? wie soll man etwas beschreiben, das man selbst in seiner größe nicht begreift? wieso sollte ich etwas eingrenzen, das keine grenzen hat?

wenn mich irgendwer fragen würde, was du mir bedeutest, würde ich ihn fragen, ob er mir erklären kann, wie wasser schmeckt.

wenn mich irgendwer fragen würde, wie schön ich dich finde, würde ich versuchen, neue wörter zu erfinden. manchmal macht mich deine schönheit fassungslos, du weißt es vielleicht nicht, aber gleichzeitig erinnerst du mich in diesen momenten daran weiterzuatmen.

denn du, du bist mein grund zu leben, zu lieben.

weil du alles bist, was ich besitze. weil du das wertvollste bist, was ich besitze. weil ich dich eigentlich nicht besitze und du mir trotzdem das gefühl gibst, ich gehör dir ganz allein.

bodenlos

Ich stehe in der Mitte meines Lebens und ich schaue zurück auf ein Leben voller brennendem Durst, Durst nach Liebe, Durst nach Vertrauen, Durst nach Geborgenheit. Es gab nichts, auf das ich mich hätte verlassen können, keine Zuneigung war mir sicher, keine Liebe haltbar, keine Geborgenheit dauerhaft, so dass sie mein Herz erreicht hätte. Ich lebe allein, ich weine allein, ich trinke meinen Kaffee allein, ich decke mich allein zu und ich werde wahrscheinlich auch allein sterben.

Und doch war ich in meinem Leben eigentlich nie oft einsam, sondern immer von Menschen umgeben. In meinem Job bin ich jemand, der ein Team anführt, Teamwork nennt man sowas, zusammenarbeiten. Sagt man, dass der Anführer allein ist? Dann kann ich ein verdammtes Häckchen hinter diese Aussage setzen. Ein scheiß verdammtes Häckchen.

Verliebt war ich schon mal. Mehrmals. Ich habe körperliche Nähe gefühlt und auch seelische. Doch wenn mein Blick kurz zur Seite wanderte, war ich allein.  Auch Sex, Alkohol und Drogen brachten mich dem Gefühl immer näher, brutal nah.

Als Heimkind allein, als Student allein, als Komissar allein, die Tabletten geschluckt, das Glas leer, ab jetzt für immer allein, bodenlos allein, ich und die Alleinseinigkeit.

Diese Kurzgeschichte enstand im Sommer 2010, zu Ende geschrieben in der Nacht vom 04.06 auf den 05.06.2011. 3 sind noch übrig, 3 Entwürfe.

du kannst gar nich wissen, wie sehr ich dich vermiss

Ich glaub du kannst es dir nicht mal annährend vorstellen.

Ich weine bei fast jedem Gedanken an dich. Als wärst du tot, nicht mehr da. Und irgendwie bist du das ja auch. Du betrittst mein Leben regelmäßig, aber du flüchtest geradezu. Du möchtest nicht mehr von mir wissen, als du im Bruchteil einer Sekunde an mir erkennen kannst. Und inzwischen hat mein Herz fast begriffen, was mein Gehirn ihm einzuhämmern versucht: Es wird nie wieder so sein wie früher.
Man sagt, Menschen leben sich auseinander, entwickeln sich in verschiedene Richtungen. Doch ich habe das Gefühl, du entwickelst dich und ich laufe hinterher.

Wenn ich beschreiben müsste, wie sich das anfühlt, dich verloren zu haben, dann würde ich das Wort Sehnsucht nehmen. Ich vermiss es, bei dir zu sein. Und ich vermiss es, dich stundenlang, tagelang, wochenlang in meinem Leben zu haben.
Ich genieß die Bruchteile der Sekunden, die wir noch haben, auch wenn sie wehtun. Bald werden auch sie nicht mehr da sein und dann werde ich selbst sie vermissen. Dich, dich vermiss ich am Meisten.
Aber ein Zurück gibt es nicht mehr, so sehr ich dich auch vermisse, ich will nicht mehr, dass es so ist wie früher. Du hast dich entschieden, ich hab mich entschieden.
Nur ein Teil von mir vermisst dich. Und ich kann nicht sagen welcher Teil. Ob mein Herz, meine Seele oder mein Verstand.
Ich sitze stundenlang weinend da und vermiss dich. Und je länger ich hier sitze umso mehr wird mir klar: Je mehr ich dich vermisse, desto leichter fällt es mir, mich umzudrehen. Dir nicht mehr hinterherzulaufen. Du tust mir weh und ich will nicht mehr in deiner Nähe sein.
Ich werde dich solange vermissen, bis ich dich einsperren kann. Einsperren in ein kleines Marmeladenglas. Bis ich es öffnen kann, zurückdenken kann und lächel.

Solange werd ich dich vermissen. Und ich glaube nicht, dass dieser Moment jemals kommen wird.
Und du, du hast immer noch keine Ahnung davon, wie sehr ich dich vermisse.